Reisebericht: Karibik mit AIDA Aura

Die Karibik-Rundreise auf der AIDAaura war ein gemeinsamer Urlaub mit meinem Freunden Tobi und Robby. Wie auf dem Bild zu sehen, startete unsere Rundreise auf Jamaica. Nach einem Seetag kamen wir in Mexiko an. Tagsdarauf ging es nach Belize, dann Honduras, wieder ein Seetag und über Gran Caymann (absolut genialer Strand) wieder zurück nach Jamaica.Im nachhinein hätten wir viel länger bleiben und die zweiwöchige Rundreise buchen sollen.

Route innerhalb der Karibik die wir mit der AIDA-Aura abgefahren haben.
Route innerhalb der Karibik die wir mit der AIDA-Aura abgefahren haben.

Vorgeschichte wie es zu dem Urlaub kam

Die Idee für diesen Urlaub kam durch einen Gedankenblitz zustande. Wir überlegten angestrengt ob wir nicht einfach irgendwo eine Strandbar aufmachen und das Leben dort genießen sollten. Leider wussten wir nicht wo wir das wollten und wie. Nun folgt der logische Schritt: Wir suchen uns eine Location wo wir die Bar eröffnen. Also gings los: Jeder nannte ein paar Location bis Robby den Link mit einer Aida-Rundreise ins Gespräch brachte und wir hatten ein Ziel im Visier. Den Urlaub selbst buchten wir noch ganz normal über ein Reisebüro.

Die Anreise und Seetag

Ansicht einer Innenkabine der AIDA Aura
Ansicht einer Innenkabine der AIDA Aura

Der Abflug begann in München und wir starteten den Tag mit einem Weißwurstfrühstück und einem Weizen. Dies hat sich dann auch zu einem Ritual vor meinen Reisen entwickelt. Der Flug von München nach Jamaika ging recht schnell vorbei und wir konnten nach dem Aussteigen gleich einmal die volle Schwüle der Karibik genießen.

Vom Flughafen aus ging es mit einem Bus zum Hafen in dem die AIDA Aura ankerte. Auf dem Weg dorthin sind wir an vielen Blechhütten und Kindern die an stark befahrenen Straßen spielen vorbeigekommen. Gegenüber dem sicherheitsfanatischem Deutschland ein sehr krasser Unterschied. Der Check-In für das Schiff verlief recht schnell und wir konnten unsere Kabine beziehen. Zwar recht klein, aber man verbringt vermutlich die wenigste Zeit in der Kabine.

Das Essen, egal ob Frühstück, Mittag oder Abendessen, ist auf der AIDA sehr gut. Es gibt morgens immer frisches Brot und es erschlägt einen fast die Auswahl die man zu den Mahlzeiten hat. Vor allem wird es nicht langweilig da es regelmäßig wechselnde Themenabende gibt. Es ist halt nun einmal ein schwimmendes Hotel, ein sehr gutes J

Auch das Unterhaltungsangebot ist klasse. Es gibt verschiedene Fitnessräume, eine Joggingstrecke, Ruhe- und Unterhaltungsräume und sogar einen Musicalsaal. Ihr könnt es ja selbst auf dem Decksplan erahnen. Wenn man vorher noch nie auf einem Kreuzfahrtschiff war ist dies wirklich gigantisch.

AIDAaura Decksplan
AIDAaura Decksplan

Mexiko: Tulum und Xel’ha

Auf den Schiffen von AIDA ist zwar Vollpension vorhanden, jedoch müssen die Ausflüge separat gezahlt werden. Mittlerweile würde ich glaube ich vorher prüfen ob ich lieber an dem Ort einen Ausflug mit AIDA mitmache oder diesen selber organisiere. Das schöne bei Kreuzfahrten mit AIDA ist jedoch dass man jeden Tag zumindest in einen kleinen Teil eines neuen Landes hineinschnuppern kann.

In Mexiko wurde an der Insel Cozumel angelegt und von dort aus ging es aufs Festland und dann weiter nach Tulum. Tulum ist eine alte Maya Stätte die direkt am türkisfarbenen Meer gebaut ist. Es war eine Stadt mit mehreren Tempeln und ja, das Meer ist wirklich so schön. Und das finde ich, macht auch einen großen Reiz aus. Die Gebäude sind aus grauem Stein, dazwischen Palmen, viel Grün und im Hintergrund dieses grandiose Meer. Karibikfeeling pur.

Nach der Besichtigung von Tulum ging es weiter nach Xel’Ha. Damit ist nicht die Ruinenstadt sondern der Wasserpark gemeint. Der Park ist gigantisch und das weltgrößte natürliche Aquarium. Es ist eine Lagune in der verschiedene Aktivitäten wie schnorcheln, Kajak fahren und Tubing möglich sind. Beim Tubing bekommt man einen großen aufgeblasenen Reif und darf sich dann in der Lagune treiben lassen. Ein super Erlebnis und in einer fantastischen Kulisse. Die Becken sind komplett natürlich und es gibt auch Tiere wie Vögel oder Fische im Park. Ich könnte hier wirklich einen kompletten Tag verbringen. Sehr erholsam und zu empfehlen.

Belize: Schnorcheln mit Rochen

Der nächste Tag brachte uns nach Belize. Für mich bis dahin ein sehr unbekanntes Land. Für unseren Schnorchelausflug mit Rochen. Da im Norden von Belize das Waser um die Küste sehr flach ist wurden wir von lokalen Booten vom Schiff aus abgeholt. Das Umsteigen von einem Kreuzfahrtschiff, bei dem man den Wellengang kaum spürt in ein kleines Schiff ist je nach Seegang mühselig. Mit den kleinen Booten ging es dann zu dem Schnorchelspot, vorbei an Mangrovensümpfen wo man nicht wusste was nun Küste oder doch noch Meer war. Es waren immer wieder einzelne Bauminseln zusehen die völlig frei im seichten Wasser standen.

Bei der Ankunft am Spot war das Wetter nicht das Beste da es doch sehr bedeckt war. Auch die Rochen musste man zunächst suchen, aber es war dann doch eine schöne Erfahrung mit ihnen zu schnorcheln als man sie dann gefunden hatte. Die Zeit verging dann doch sehr schnell und zurück auf dem Boot hat es angefangen zu regnen. Aufgrund von Platzmangel unter Deck haben wir drei Jungs uns es mit unseren Handtüchern im Fahrtwind „gemütlich“ gemacht. Nach schier endloser Zeit kamen wir an einem kleinen Ort an in dem es Essen gab. Pünktlich mit dem Anlegen kam auch die Sonne wieder zum Vorschein.

Die Stadt ist mit keiner in Deutschland zu vergleichen. Die Straßen sind mit Schlaglöchern durchzogen und als Fahrzeuge dienen bessere Golfer Wägen wie man sie auf Golfplätzen vermutet. Aber was will man auch mit einem PS-starken Fahrzeug auf einer Insel die 100m breit und ein paar hundert Meter lang ist. Trotzdem spürt man in dieser kleinen Stadt den karibischen Charme. Beim Durchstreifen der Stadt trafen wir auch unsere Bootscrew mit der wir dann letztendlich noch etwas quatschten. Untereinander reden sie kreolisch. Man versteht nichts davon da es nur sehr wenig mit dem Englischen gemein hat.

Auf der Rückfahrt passiert es dann: Das Boot bleibt stehen. Nach einiger Zeit der Suche der Bootscrew stellt sich heraus: Sie haben vergessen Treibstoff nachzufüllen. Anstatt nun in typisch deutscher Manier hektisch zu werden und zu schimpfen ist die Crew ganz relaxt. Es werden Handys gezückt und telefoniert. Aber nicht um Hilfe anzufordern sondern erstmal um mit der Familie daheim zu telefonieren. Der typische Geruch einer „Kräuterzigarette“ und die großen Pupillen des Bootsführers verrieten uns dass dieser keine Zigarette war. Irgendwann kam dann ein anderes Boot dass über Funk von der Aida ein Ersatzboot anforderte. Dieses kam dann auch nach einiger Zeit. Die meisten deutschen Gäste waren leider auch schon richtig böse da es nicht so durchgetaktet lief wie es sein sollte, aber uns war es egal: Waren ja schließlich im Urlaub

Honduras: Unter dem Wasserfall und letzter Seetag

Angekommen in Honduras ging es zu dem Wasserfall Pulhapanzak. Die Fahrt zu dem Wasserfall war landschaftlich sehr schön: Bewaldete Berghänge und zwischendrin immer wieder Wolkenfetzen und blauer Himmel. Auch Nebel der aus den Wäldern aufstieg war vorhanden. Es sah aus, wie man sich einen Urwald in den Bergen vorstellt. Traumhaft.

Am Wasserfall angekommen hat man die Möglichkeit in eine Vertiefung unter diesen zu klettern. Für jeden der es noch nicht gemacht hat: Es ist eine klasse Erfahrung wenn einem beim Durchschreiten der Wasserwand erstmal das Wasser nach unten zu drücken scheint. Wichtig ist aber dass man nichts dabei hat was nicht nass werden darf. Und man sollte Badeklamotten dabei haben: Hatten wir nicht…

Wir entschieden uns dann einfach unsere T-Shirts auszuziehen (um zumindest ein trockenes Kleidungsstück zu haben) und sind mit einem einheimischen Führer über die verschiedensten Kletter- und Sprungstellen zum Wasserfall gelaufen.

Nach dem Wasserfall ging es zum Yohoa-See in den Bergen zu einer Orangen- und Bananenplantage. Der See war früher sehr groß, geht aber mittlerweile aufgrund der Trinkwassergewinnung immer mehr zurück. Das sah man besonders daran dass Boote und Häuser die früher im See lagen jetzt mitten auf dem Land liegen. Der See selber war schön umzäunt von Bergen an denen Wolkenfetzen und Nebel hingen. Auch die Pflanzen waren beeindruckend. Orchideen und andere Blumen wuchsen dort auf der Wiese und in der Wildnis. Auf der Rückfahrt gabs von unserem Guide noch kleine Bananen von einem Straßenverkäufer die sehr viel besser als die Bananen aus dem Supermarkt schmecken.

Nach Honduras stand ein letzter Seetag auf dem Plan. Dieser Stand unter dem Motto „Relaxen und gut gehen lassen“.

Finale auf Grand Cayman und Abreise

Das Beste kommt zum Schluss, so heißt es zumindest. Und mit Grand Cayman war es auf dieser Reise auch so. Geplant war dass wir dort nochmals schnorcheln und die Reise entspannt ausklingen lassen. Die Stadt Grand Cayman ist sehr amerikanisch geprägt. Nach etwas bummeln (auch Männer können das J ) ging es mit dem Taxi zum Seven Mile Beach. Dort angekommen haben wir diesen nur kurz unter die Lupe genommen und festgestellt dass er sehr überfüllt war. Von dort wollten wir dann eigentlich einen Schnorchelausflug zu einem Wrack machen, jedoch war dies aufgrund des Seegangs nicht möglich. Für uns im Nachhinein ein Glücksfall: Dadurch mussten wir uns den Strand näher ansehen und als wir uns vom Ankunftsort entfernt haben wurde der Strand deutlich einsamer und schöner. Weißer, feiner Sand, lauwarmes, türkisfarbenes Meer und ein strahlend blauer Himmel durchzogen mit weißen Wolken. Ein Strand wie man ihn sich auf einer Trauminsel vorstellt. Genau das was wir wollten. Wir konnten unser Glück kaum fassen.

Leider verging die Zeit auf Grand Cayman viel zu schnell und wir mussten zurück aufs Schiff. Davor noch kurz umziehen und mit dem Taxi zum Hafen. Dies war einer der besten Tage der Reise und ein unvergleichliches Erlebnis mit diesem Strand.

Nach Grand Cayman gab es noch eine Übernachtung und dann mussten wir auch schon den Rückflug nach Deutschland antreten. Aber die Karibik hat noch so viel zu bieten, da kam am schon öfters hinfliegen.

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