Reisebericht: Gardasee – Bardolino

Der Urlaub am Gardasee war eine spontane Idee mit Freunden. Wie jede gute interessante Idee kam sie auf einer Feier zustande. Wir sind eine Clique die sich nicht oft trifft und dies wurde auch wieder diskutiert. Kurzum kam der Wunsch auf doch dann einfach mal zusammen Urlaub zu machen. Dazu haben wir uns dann gleich das verlängerte Wochenende zwei Wochen später und als Ziel den Gardasee herausgepickt. Also am nächsten Tag noch jeder schnell den Urlaub abgeklärt und es stand fest: Wir fahren zum Camping nach Bardolino. Jetzt hieß es warten auf den Abreisetag.

Camping am Gardasee

Der Tag war gekommen und die geplante Abreise war auf 4:00 morgens angesetzt. Daher nutzen ein Freund und ich die Gunst der Stunde und feierten noch etwas bis in den morgen. Pünktlich waren auch die anderen beiden mit dem Auto da und dieses wurde noch beladen. Im Nachhinein haben wir viel zu viel mitgenommen.

Die Fahrt über den Brenner Richtung Italien verging wie im Flug. Wahrscheinlich auch aufgrund der guten Stimmung. Ich habe immer noch das Album im Ohr die wir dabei hörten (Sportfreunde Stiller – You have to win Zweikampf). Ihr kennt das sicher, wenn sich im Kopf dann zu bestimmten Situationen die Musik wie ein Soundtrack einblendet. Das Album war damals aktuell aufgrund der Fußball Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland.

Angekommen am Zeltplatz „La Rocca“ suchten wir uns zunächst den angemieteten Wohnwagen. Danach kurz umziehen und etwas am Seeufer schlafen. Am Abend dann zu Fuß nach Bardolino und dort zu Abend gegessen und die erste Flasche „Bardolino Classico“ geöffnet. Der Wein hat uns jeden Abend begleitet. Der nächste Morgen war dann geprägt vom erstenmal Frühstücken (Brötchen holen, Einkaufen) und die Ameisen aus dem Kühlschrank zu bekommen. Dieser verschloss sich zum einen nicht ganz dicht und zum anderen sehr kalt, so dass die Getränke darin gefroren.

Der Urlaub an sich hatte keine großen Besichtigungen oder kulturelle Highlights, es war einfach nur gemütlich und erholsam mit Freunden so die Tage zu verbringen. Allerding mussten wir in Bardolino auf einen Clubbesuch verzichten da wir vorher nicht wussten dass man dort in der Regel nicht mit Turnschuhen/Sneakern und T-Shirts in Clubs geht. Damals war dies bei uns eine normale Kleidung wie man auch bei uns am Abend in die Clubs ging. Daher verbrachten wir die Tage eher in der Stadt in den Kneipen und Bars mit dem Wein.

Der letzte Abend, oder viel mehr das letzte Abendessen in Bardolino blieb uns dann doch noch in Erinnerung. Zu der Zeit als wir aßen war gerade das Spiel Italien gegen USA (Endstand war dann 1:1). Man merkte das italienische Temperament während des Spiels und das Faible für Fußball. Es kam zu lustigen Situationen im Restaurant: Sobald man über den aufgestellten Fernseher merkte dass sich Spannung im Spiel aufbaute, liefen alle Kellner (egal was sie gerade taten) dorthin und sahen sich die Szene an. Danach ging alles wieder seinen regulären Lauf. Aber selbst die Aufnahme von Bestellungen oder die Ausgabe von Essen wurde mittendrin abgebrochen. Es war sehr amüsant dies zu beobachten und manchmal wäre so ein Verhalten (und vor allem auch ein durch die Gäste toleriertes Verhalten) in Deutschland manchmal etwas angenehmer.

Die Auswirkungen der Reise bis heute

Warum schreibe ich nun eigentlich diesen Reisebericht in dem eigentlich nichts über die Gegend oder sonstiges steht was andere verwenden könnten? Folgende Dinge habe ich durch die Reise bei mir entdeckt oder wurden geweckt:

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